Rabenstein in Gießen

Dank des Entgegenkommens von Matthias Recke konnte ich vor ein paar Tagen in der UB-Gießen die dortige Ausgabe der Lippertschen Daktyliothek ansehen. Lipperts Dactyliothek/ fortgesetzt/ von/ G.B. Rabenstein/ in Dresden (3 Bde.) (s. Katalog 2006 S. 74, dort falsch ‚Daktyliothek‘ geschrieben). Die in den oberen Schubladen leicht verschmutzte, sonst aber gut erhaltene Sammlung könnte mit der Berufung Friedrich Gottlieb Welckers zum Ordinarius für Griechische Literatur und Archäologie 1809 (die Edition von Rabenstein erschien ab 1808) nach Gießen gekommen sein. Die zwei in Gießen vorhandenen Textbände Lipperts (deutsch, von 1767) gehören allerdings nicht zur ursprünglichen Ausstattung der Archäologie in Gießen. Sie ersetzten Kriegsschäden. Das eine Exemplar stammt aus dem Besitz von Hermann Thiersch – dessen daktyliothekischen Aktivitäten in Göttingen ja gut belegt sind, das andere wurde von der Stadtbibliothek Köln als Doublette 1950 abgegeben. Der Supplementband fehlt. (Dazu auch M.Recke in: Justus-Liebig-Universität. Spiegel der Forschung Jg. 26, Heft 2, Dez. 2009, S. 69-70 und ders. in: Gönner, Geber und Gelehrte. Die Gießener Antikensammlung und ihre Förderer, 2007, 12f.).