Nochmals Zittau

Die fortschreitende Digitalisierung ist gerade für solche ‚abwegigen‘ Recherchen von größtem Nutzen, wie sie die Daktyliotheken erfordern. Nachdem ich im Juni noch schreiben musste, dass mir über die Herkunft des Lippert in Zittau nichts bekannt sei, liegt mir mittlerweile ein Schulprogramm des Gymnasiums in Zittau von 1829 vor:
Lindemann, F., Annuam lustrationem publicam Gymnasii Zittaviensis A.D. VI. Aprilis MDCCCXXIX … Inest de usu dactyliothecarum brevis dissertatio earumque imitamentorum, quae in hodiernis dactyliothecis habentur, Zittau, 1-27, 1 Taf.

Auf S. 1 heißt es da „quod nuper Lippertina dactyliotheca ad eandem bibliothecam (sc. civitatis nostrae) ex legato devenerat.“ Es war also, wie um diese Zeit nicht anders zu erwarten, ein ‚Second-Hand-Lippert‘, der da seit kurzem in Zittau existierte und unter anderem den Rektor Friedrich Lindemann zu seiner Abhandlung anregte. Was er über den usus…in hodiernis dactyliothecis schreibt, ist an anderer Stelle zu analysieren.

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