From Russia with love:nochmals Lippert

Bei einem Aufenthalt in St. Petersburg konnte ich in der letzten Woche dank der Hilfe von Elena Dmitrieva und dank des Entgegenkommens der Kuratorin für geschnittene Steine, Frau Svetlana Kokareva, einige der dort aufbewahrten Daktyliotheken sehen. In dem sehr kleinen Büro, das sich Frau Kokareva mit Dr. Kagan teilt, befindet sich eine Reihe von Schränken mit den verschiedenen Versionen der ca. 15 Tausend Tassie-Abdrücke. Das war bekannt. Was ich aber noch nicht wusste war, dass dort auch ein 3bändiger lateinischer Lippert aufbewahrt wird. Über seine ursprüngliche Herkunft ist bisher nichts bekannt (aus der Akademie der Künste? Vielleicht hat schon der Bildhauer Falconet diese Kästen gesehen – er erwähnt einen Lippert in einem Brief aus Sankt Petersburg). Die Kästen und die Abdrücke befinden sich in einem mäßigen Zustand. Dabei lagen die beiden deutschen Textbände.

In diesem Raum steht auch eine Daktyliothek der Collection d’Empreintes de Pierres Gravées des Oberkammerherrn der Zarin Katharina II, Nikolai Petrowitsch Scheremetjew (1751-1809). Sie ist der Form der Lippert-Folianten angeglichen, aber deutlich größer. Eine genauere Musterung aller vorhandenen Sammlungen war wegen der Kürze der Zeit nicht möglich.

 

Zufällig am gleichen Tag erhielt ich von Frau E. Sokolova aus Archangelskoe auch die Auflösung meiner Frage wegen der Lippert-Abdrücke im Puschkin Museum in Moskau. (s. http://www.coins-and-medals.ru/slepki/db/daktilioteka_fd_lippert/index.shtml?en). Dort befinden sich die 3 Bde der lateinischen Edition, die 2 deutschen Bände sowie das deutsche Supplement. Die seltsame Zahl von Gemmen geht darauf zurück, dass viele Stücke fehlen…

 

Den russischen Kolleginnen danke ich für ihre freundlichen Hilfe