Die Fürstenschulen

Aus der Literatur war bekannt, dass Friedrich August, Kurfürst von Sachsen, den sogenannten Fürstenschulen in seinem Lande (Pforta, Grimma, Meißen) Exemplare des Lippert geschenkt hatte. Herr Ruediger Schmidt, dem wir schon so viele Hinweise verdanken, hat nun in Grimma im Kreismuseum eine dieser Schenkungen gesehen. In einem äußerst prächtigen Vitrinen-Schränkchen im Rokoko-Stil – es sieht ein bißchen wie ein Uhrengehäuse aus – sind die drei Bände in zwei ‚Etagen‘ angeordnet: unten zwei, oben einer. Auf dem Holzrahmen steht mit großen Buchstaben: Museum Lippertinum/
Munificentia Electorali/Friderici Augusti/MDCCLXXX. Der Begriff ‚Museum‘ war bisher für die Daktyliothek noch nicht belegt, passt aber natürlich gut. Das Datum korrigiert wenigstens für dieses Exemplar jenes  in unserem Katalog zur Stiftung angegebene von 1788 (S. 66, ich weiß im Augenblick nicht, woher das stammt). Das Exemplar wurde also noch zu Lipperts Lebzeiten vom Kurfürsten (der  auch einmal über die Treppe in Lipperts Werkstatt hinaufgestiegen war) erworben.